Finanzierung

Der B.A.U.M. Zukunftsfonds

Bundesumweltminister Peter Altmaier zum B.A.U.M. Zukunftsfonds: 

"Lieber Herr Prof. Gege, ich finde auch Ihre Initiative für einen Zukunftsfonds zur Finanzierung von Energieeffizienz in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen richtungsweisend. Sie möchten gerne kommunale Fonds schaffen. Die Bürger einer Gemeinde zahlen ein und investieren in Effizienz bei den Unternehmen vor Ort. Das ist gut für die Umwelt, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und das kann eine gute Geldanlage werden. Deshalb bin ich überzeugt, über diese Idee werden wir noch viel diskutieren und sie kann zu einem wichtigen Baustein für eine größere Bedeutung der Energieeffizienz werden." 

Viele Kommunen bzw. Regionen haben sich ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Eine immer größer werdende Zahl von Kommunen hat bereits integrierte Klimaschutzkonzepte erarbeitet, die nun umgesetzt werden sollen. Vielfach ist aber die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen ein großes Problem. Dies gilt für Unternehmen, aber auch für soziale Einrichtungen wie z.B. Krankenhäuser und Schulen, aber auch für private Haushalte. Häufig bestehen wegen angespannter oder bereits überschuldeter Kommunalhaushalte keine Möglichkeiten mehr, sogar kurzfristige rentable Energieeinsparmaßnahmen und damit auch Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren.

Der Zukunftsfonds stellt ein völlig neuartiges, ganzheitliches Finanzierungskonzept für alle Akteure (öffentliche Hand, private Wirtschaft und Privathaushalte) dar, das

Das Konzept des Zukunftsfonds wurde von dem B.A.U.M.-Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege entwickelt und ist ausführlich in dem Buch „Erfolgsfaktor Energieeffizienz" (oekom-Verlag München, 2011, Seite 224-244) beschrieben.

Der Zukunftsfonds basiert auf dem Konzept der eingetragenen Genossenschaft, um allen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen sowie Einzelpersonen eine direkte Beteiligung zu ermöglichen, sowie die mit einer Genossenschaft verbundenen positiven Eigenschaften dieser Rechtsform zu nutzen.

Der Zukunftsfonds refinanziert sich komplett aus den erzielten Energieeinsparungen und sichert dem Anleger eine Rendite zwischen 4 %. Auf der Basis unserer praktischen Erfahrungen wissen wir, dass durch gezielte Maßnahmen Einsparpotenziale von 30, 50 und bis zu 80 % möglich sind, wenn alle schon heute verfügbaren Technologien für Energieeffizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien konsequent genutzt werden. Das gilt sowohl in bei produzierenden Unternehmen und Dienstleistern, im Handwerk und Gewerbe als auch bei der öffentlichen Hand, in der Wohnungswirtschaft und in privaten Haushalten. Dadurch entsteht ein regionales, grünes Wirtschaftswachstum mit positiven Effekten für Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, lokale Wertschöpfung. Zudem wird die fatale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen massiv reduziert (Importe in Deutschland pro Jahr ca. 97 Mrd. Euro).

Aus Ökoprofit-Projekten, KfW-Beratungen und Untersuchungen des B.A.U.M. e.V. gibt es eine gute Kenntnis über besonders rentable Maßnahmen in Betrieben. So konnten u. a. folgende Energie-Einsparpotentiale identifiziert werden (siehe konkrete Beispiele dazu in der Buchpublikation „Erfolgsfaktor Energieeffizienz", Seiten 105-207):

Beleuchtungsanlagen bis zu 65 %

Heizungsanlagen 30 % - 50 %

Heizungspumpen 50 % - 70 %

Lufttechnische Anlagen bis zu 80 %

Elektromotoren/Antriebe bis zu 80 %

Kühlsystemen 30 % - 60 %

Bürogeräten 50 % - 75 %

Neben der energetischen Sanierung von Gebäuden durch effiziente Heiztechniken, Energie sparende Fenster, Dämmung und kontrollierter Lüftung, spielt die optimale Steuerung des Wärme- und Stromverbrauchs mittels dezentraler Mess-Steuerungs- und Regelungstechnik zunehmend eine Rolle – zumal sie in vielen Fällen eine hohe Rendite und einen schnellen Return of Investment verspricht. Auch der Austausch ineffizienter Haushaltsgeräte trägt zum Klimaschutz und Energiesparen bei.

Das Konzept ist besonders für Städte/Kommunen interessant, die bereits ein kommunales Klimaschutzprogramm entwickelt haben, das sie umsetzen wollen um in einem überschaubaren Zeitraum ihre CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des B.A.U.M. Zukunftsfonds unter www.baum-zukunftsfonds.de und in Kapitel 6 des Intelligent Cities - Reports.