Frank Düchting

Studienleiter für die Bereiche Bildung und Gerechtigkeit an der Evangelischen Akademie der Nordkirche

Städte stehen heute vor einer zentralen Entscheidung für ihre Zukunft: vorübergehender Investitionsort für das Finanzkapital zu sein oder eine solidarische und friedliche Gemeinschaft in Vielfalt und Dynamik zu werden.

Das Gemeinwohl muss wieder Vorrang vor dem privaten Interesse bekommen! Ob es die Sozial- oder Bildungspolitik betrifft, ob es die Wohnungen und die Quartiersentwicklung ist oder der Arbeitsmarkt, privates Interesse und Renditeerwartungen dürfen nicht zu Lasten des gesellschaftlichen Zusammenhaltes gehen. Eine Stadt für Alle zu erhalten oder wieder herzustellen und Ausgleich zwischen arm und reich zu schaffen müssen Ziele jeder nachhaltigen, vernünftigen und zukunftsorientierten Stadtpolitik sein. Eine Aufgabe, die alle Bürgerinnen und Bürger, sowie Unternehmen angeht und nicht von der Politik alleine verantwortet werden kann. Aber die Politikkann die Weichen stellen und die Bürgerschaft zur aktiven Mitgestaltung einladen – und zwar alle, egal woher sie kommen, welche Steuerklasse sie haben oder welchen Schulabschluss.

Der Friede der Städte steht auf dem Spiel. Und damit eine gute und nachhaltige Zukunft für alle Menschen.